Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf dem Parkplatz eines beliebigen Lebensmittelmarktes: Ich parke, steige aus und gehe – meinen Einkaufschip in der Handtasche suchend in Richtung Eingang. „Entschuldigung! Junge Dame! Verzeihen Sie bitte!“  

Etwas abrupt aus meinem Tun gerissen bleibe ich stehen. Vor mir steht nun ein Mann. Er lächelt mich sehr herzlich und freudig an. Als ich zurück lächle, wirkt er fast überschwänglich freudig. Er habe hier diesen Einkaufswagen – er zeigt auf ihn und schaut mich gespannt an. Bei diesem Einkaufswagen klemme das Fach für den Einkaufschip. Mein Gesicht sah in diesem Moment mit Sicherheit sehr fragend aus. „Möchten Sie ihn haben? – Ich meine, brauchen Sie einen Einkaufswagen? Wenn ja, dann nehmen Sie doch diesen hier! Es ist auch kein Chip und kein Euro drin.“  

Nun verstand ich. Ohne dass ich überhaupt dazu kam etwas zu sagen, las er wohl meine Gesichtszüge, welche sich zu einem  „Aha!“ geformt haben müssen. „Sehr gerne! Das ist furchtbar nett von Ihnen. Herzlichen Dank.“ „Ich habe Ihn auf demselben Weg erhalten!“ sagte er lächelnd, drehte sich um und ging.

Mich bewegten und bewegen diese Worte. „Mir ist auf demselben Weg etwas Gutes zugekommen und ich möchte dieses Gute weitergeben.“ Dieser Mann wirkte auf mich getragen von einer uneingeschränkten Freude am Guten. Nächstenliebe durch und durch.  

„Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ (Lukas 6,31)

Im Anschluss an meinem Einkauf war dann ich es, die sagte: „Entschuldigen Sie! Verzeihung! Bei diesem Einkaufswagen klemmt das Fach….“

Ihre Jana Michler, Jugendreferentin