Weite Räume meinen Füßen...

… So heißt das Lied, das wir jedes Jahr beim Konficamp zusammen beim Abendabschluss singen. Auch dieses Jahr in den Herbstferien geht es auf den Weg, um eine tolle Woche zu erleben und den diesjährigen Konfirmand:innen ganz viele Eigenschaften wie Treue oder Verbundenheit weiterzugeben.

 

Gerade Verbundenheit ist bei diesem Lied sehr großgeschrieben, auch wenn es nicht wortwörtlich erwähnt wird. Aber fangen wir erstmal mit den weiten Räumen an. Was ist das überhaupt genau? Einen Raum kennt man normalerweise mit vier Wänden und auf einen überschaubaren Bereich begrenzt. Aber was sind jetzt genau diese „Weiten Räume“? Ich denke, damit ist das ganze Umfeld gemeint, in dem wir uns von unseren Füßen tragen lassen. Man kann es in jede beliebige Richtung ausweiten, wie z.B. der Job, das soziale oder familiäre Umfeld. So wird in diesem Lied gesagt, dass sich egal für wen immer „neue Horizonte“ auftun, egal ob Menschen zwischen „Wagemut und Ängsten“ leben, „das Risiko des Irrtums“ erleben müssen oder gerade „zwischen Chancen und Gefahren“ stehen. Es können trotzdem „neue Perspektiven wie noch nie“ eröffnet werden.

 

Doch was hat das jetzt alles mit dem Konficamp zu tun? Seit 2014 bin ich jetzt schon dabei und jedes Mal aufs Neue ist es aufregend, das Camp begleiten zu dürfen. Denn jedes Jahr werden hier neue Horizonte erweitert und neue Perspektiven geschaffen. Jetzt stellt sich noch eine Frage, was hat das Ganze nun mit Verbundenheit zu tun? Ich versuch das mal zu beschreiben: Eine Gruppe von 50-60 Personen sitzt zusammen beim Abendabschluss und singt und betet zusammen. Mal ist es ruhiger, aber mal kann es auch aufregender werden, wie z.B. bei diesem Lied. Die Strophen werden zusammen im Sitzen gesungen, doch beim Refrain stehen alle zusammen auf, springen, singen und klatschen. Die Teamer:innen fangen an, aber sobald die Konfis auch verstanden haben wie es geht, springt der ganze Raum und singt dieses Lied. Diese Gemeinschaft, diese Verbundenheit ist einfach nur ein wahnsinniges Gefühl und verleiht mir jedes Mal aufs Neue Gänsehaut.

 

Lea-Sophie Bochen

(Teamerin in der Jugendarbeit)

 

Weite Räume meinen Füßen, Horizonte tun sich auf. Zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Leben seinen Lauf.

 

Schritt ins Offne, Ort zum Atmen, hinter uns die Sklaverei. Mit dem Risiko des Irrtums, machst du, Gott, uns Menschen frei.

 

Da sind Quellen, sind Ressourcen, da ist Platz für Phantasie. Zwischen Chancen und Gefahren, Perspektiven wie noch nie.

 

Doch bleib Kompass, bleibe Richtschnur, dass wir nicht verloren gehen. Zu der Weite unserer Räume, lass uns auch die Grenzen sehen.

Du stellst meine Füße auf weiten Raum…

Text: Eugen Eckert; Musik: Alejandro Veciana,

nach Psalm 31,9