Ökoinfo 2025

 

Engagement für Umwelt und Klima – wozu?

 

Es ist kein Geheimnis: das Thema Umwelt- und Klimaschutz ist nicht nur auf der politischen Agenda, sondern auch auf den Ebenen der Synoden und vor allem der Ortsgemeinden in den Hintergrund getreten, weil andere und gleichfalls wichtige Themen das Tagesgeschäft bestimmen. Das bestätigen auch die Mitglieder unseres gemeinsamen Umweltausschusses im Gestaltungsraum Hagen, Hattingen-Witten und Schwelm. Dabei wissen wir, dass die dringend notwendige Begrenzung der klimaschädlichen Emissionen laut Pariser Klimaabkommen auf 2 Grad Celsius im letzten Jahr bereits erstmals überschritten wurde – mit dramatischen Folgen für das Weltklima. Leider ist es schon kurz nach 12.00 Uhr. Selbst wenn es gelänge, die weltweiten Emissionen ab sofort zu stoppen, hätten wir mit den Klimafolgeschäden schon jetzt für mehrere Jahrzehnte zu kämpfen.

 

Sollen wir also nun resigniert die Hände in den Schoß legen und uns unserem selbstgemachten Schicksal ergeben? In der Tat – ein solcher Schritt wäre verständlich, gemäß der Überzeugung „Was kann ich als Einzelner überhaupt noch bewirken? Das macht doch alles keinen Sinn mehr!“ Die klare Antwort darauf lautet: Nein!

 

Ich kann täglich neu versuchen, genügsam und klimafreundlich zu leben. Ich kann mich mit Strategien für die Klimafolgenanpassung auseinandersetzen. Ich kann aus dem weniger an Verbrauch ein mehr an Lebensqualität machen. Ich kann mich mit „gleichgesinnten“ Menschen in der Ortsgemeinde zusammensetzen, bilanzieren, was schon erreicht wurde und gemeinsam an Ideen und Visionen für eine bessere Zukunft arbeiten – so wie wir es seit Jahrzehnten im Umweltausschuss versuchen. Ich kann lernen, mich täglich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen und ihre Zerbrechlichkeit mein Innerstes berühren lassen.

 

Wäre es nicht eine gute Idee, die eigene Kirchengemeinde als Ort der Diskussion über Erfolge, Sorgen und Handlungsmöglichkeiten zu nutzen, dort gemeinsam neue Strategien zu testen und als Gemeinde dann selbst klimafreundlich zu handeln?

 

Zuletzt hilft die Gewissheit: Ich kann dies alles tun in dem Bewusstsein, dass ich nicht alleine, sondern wir gemeinsam mit der großen Weltgemeinschaft Verantwortung tragen und dass Gott diese Erde erschaffen hat, sie und seine Geschöpfe liebt und sie gemeinsam mit uns für eine gute Zukunft bewahren will, weil er letztlich die ganze Welt in ihrem Innersten zusammenhält.