Ökoinfo II/ 2024

 

Tiny Garden – der winzige Garten?  

 

Idee

 

In der Tat. Die Idee dazu hatte Akira Masaki, ein japanischer Pflanzensoziologe. Beim sogenannten „Tiny Gardening“ gilt es, kleine Pflanzengemeinschaften zusammenzu­stellen, die sich selbst erhalten, wenig Pflege benötigen und eine umfangreiche Bio­diversität darstellen. Ihre Größe kann von wenigen bis zu mehreren hundert Quadrat­metern ausmachen.

 

Doch welcher Aufwand muss dazu betrieben werden?

 

Zunächst wird natürlich eine geeignete Fläche benötigt, z.B. eine größere Fläche in einem Stadtgebiet, ein Stück Wiese, eine Brache, ein nicht mehr genutztes Beet – oder die eigene Terrasse. Je nach Örtlichkeit ist es auch ratsam, zunächst eine Bodenanalyse vornehmen zu lassen, um eventuelle Handlungsempfehlungen zur Bodenregeneration berücksichtigen zu können.

 

Pflanzenauswahl – lassen Sie sich professionell beraten

 

Danach erfolgt die Pflanzenauswahl, um die Kosten für die Neubepflanzung defi­nieren zu können. Ziel ist, eine angepasste Pflanzengesellschaft zusammen­zustellen, die sich gegenseitig schützt und Insekten und anderen Lebewesen einen Lebensraum bietet. Der Gärtnerbetrieb Ihres Vertrauens wird sie dabei sicherlich professionell unterstützen.

 

Bodenvorbereitung und Bepflanzung

 

Was nun folgt ist der anstrengende Teil. Bei der Bodenvorbereitung muss der vorhan­dene Boden mit Biomasse wie Stroh, Kompost oder Terra Petra (auf Portugie­sisch „schwar­ze Erde“ und ist eine Art Humus) angereichert und vermengt werden. Damit wird eine gut durchlüftete, nährstoffreiche und biologisch aktive Grundlage ge­schaffen.

Dann kann gepflanzt werden. Für 2-3 Jahre muss der Tiny Garden gepflegt werden, was sich auf Arbeiten wie Wässern und das Entfernen von Krautpflanzen beschränkt. Durch eine dichte, mehrschichtige Vegetation, aber auch durch die Wurzeln nimmt der Tiny Garden doppelt so schnell CO2 auf und speichert das Wasser wie ein Schwamm.

 

Ergebnis

 

Die Belohnung für diesen Aufwand besteht in einem sichtbaren Lebensraum für die Vielfalt der Schöpfung Gottes in Form wunderschöner Blumen, Blüten, Pflanzen, Insekten, kleinen Geschöpfen und vieles mehr. Und das hat schon Luther mit den folgenden Worten beschrieben:

 

                                                                                             „Je tiefer man die Schöpfung erkennt,

                                                                                         umso größere Wunder entdeckt man in ihr.“